Risikohinweise

1. Allgemeines

1. Allgemeines

Finanzanlagen sind stets mit Risiken verbunden. An dieser Stelle möchten wir Sie bereits auf ein paar wesentliche Risiken im Zusammenhang mit Finanzanlagen im Allgemeinen hinweisen.

2. Generelle Risiken von Finanzanlagen

2.1. Allgemeines Marktrisiko

Der Anleger trägt das Risiko, dass Änderungen von Marktpreisen wie beispielsweise Aktienkurse, Zinsen, Wechselkurse oder Rohstoffpreise zu starken Wertschwankungen seiner Finanzinstrumente sowie zu Teil- oder gar Totalverlusten führen können. Ursächlich hierfür können Änderungen der rechtlichen, steuerlichen, politischen oder sonstige Faktoren sein, die die allgemeinen Marktgegebenheiten oder den Emittenten der Finanzinstrumente beeinflussen.

2.2. Konjunkturrisiko

Der Anleger trägt das Risiko, dass der Wert seiner Finanzanlagen aufgrund des Konjunkturzyklus schwankt. Unter Konjunktur versteht man die Geschäftslage einer Volkswirtschaft. Sie wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt und verläuft in einem sich wiederholenden Zyklus, der aus den vier Phasen Aufschwung/Expansion, Hochkonjunktur/Boom, Abschwung/Rezession und Tiefphase/Depression besteht. Ein Zyklus dauert typischerweise drei bis acht Jahre, wobei die einzelnen Phasen unterschiedlich lang ausfallen können. Inwiefern einzelne Wirtschaftssektoren von ihm betroffen sind, kann ebenso variieren wie sein Verlauf in den Volkswirtschaften anderer Länder. Darüber hinaus können geplante und tatsächliche Veränderungen in der staatlichen Konjunktur- und Finanzpolitik den Zyklus zusätzlich beeinflussen und demzufolge Änderungen in Wertpapierkursen sowie Währungskursen hervorrufen. Dies kann selbst dort zu negativen Kursentwicklungen führen, wo die Aussichten anfänglich für günstig befunden wurden. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass der Verlauf der Konjunktur und die Entwicklung der Wertpapierkurse zeitlich auseinander fallen können. Der Kauf- bzw. Verkaufszeitpunkt von Finanzinstrumenten kann somit einen Einfluss auf den Anlageerfolg haben.

2.3. Inflationsrisiko

Der Anleger trägt das Risiko, dass real sowohl der Wert als auch der Ertrag seines Vermögens aufgrund einer Geldentwertung bzw. Minderung der Kaufkraft des Geldes abnimmt. Bereits eine Inflationsrate von 5% kann innerhalb von sechs Jahren zu einem realen Wertverlust von einem Viertel des Geldvermögens führen. Bei einer Anlage ist daher der reale Ertrag (Realverzinsung), also die Differenz zwischen Rendite durch Zinsen, Dividenden oder Kursgewinnen und der Inflationsrate zu berücksichtigen.

2.4. Liquiditätsrisiko

Der Anleger trägt das Risiko, seine Vermögenswerte nicht zu jeder Zeit zu marktgerechten Preisen verkaufen zu können. Hierdurch können ihm Handelskosten entstehen. Diese schlagen sich in der Differenz zwischen dem tatsächlich erzielten Kurs und dem theoretischen Marktwert nieder, welche wiederum von der Handelsspanne zwischen am Markt angebotenen An- und Verkaufskursen beeinflusst wird. So läuft ein Anleger in einem illiquiden Markt Gefahr, dass seine Orderausführung erst zeitlich verzögert erfolgt und/oder er unvorteilhafte Kurse in Kauf nehmen muss.

2.5. Sonstige generelle Risiken

2.5.1. Volatilität

Der Anleger trägt das Risiko, dass Wertpapiere im Zeitverlauf Schwankungen unterliegen können. Diese Schwankungen werden unter dem Begriff Volatilität zusammengefasst. Ihre Berechnung erfolgt in einem statistischen Verfahren auf Basis historischer Daten. Je höher die Volatilität bzw. die Schwankungsbreite einer Finanzanlage ist, desto risikoreicher ist sie.

2.5.2. Informationsrisiko

Der Anleger trägt bei jedem Geschäftsabschluss das Risiko, Fehlentscheidungen aufgrund von falschen, falsch verstandenen oder unvollständigen Informationen zu treffen, die sich negativ auf den Wert seines Vermögens auswirken.

2.5.3. Psychologisches Marktrisiko

Der Anleger trägt das Risiko, dass sich psychologische Effekte nachteilig auf die Wertentwicklung seiner Anlage auswirken können. Das Verhalten von Anlegern unterliegt oft irrationalen Faktoren. Gerüchte, Stimmungen und Meinungen können signifikante Auswirkungen auf Kursverläufe haben, die teilweise nicht durch fundamentale Daten erklärbar sind.

2.5.4. Steuerliches Risiko

Der Anleger trägt das Risiko, dass sich steuerliche Aspekte negativ auf seinen Anlageerfolgauswirken. Kapitalerträge sind für den Anleger steuerpflichtig. Der Anleger sollte sich gegebenenfalls mit Hilfe eines Steuerberaters über die steuerliche Behandlung seiner beabsichtigten Finanzanlage orientieren. Das Steuerrecht eines Landes wirkt sich jedoch nicht nur auf die steuerliche Behandlung von Kapitalerträgen und damit auf den Anleger selbst aus, sondern auch auf eine Anlage. Regelungen mit Einfluss auf beispielsweise die Ertragslage von Unternehmen, können negative Auswirkungen auf deren Kursentwicklung haben. Zu beachten gilt in diesem Zusammenhang auch, dass sowohl Steuergesetze mit Bezug auf den Anleger als auch jene mit Bezug auf Anlagen Änderungen unterworfen sind.

2.5.5. Risiko durch Kosten

Der Anleger trägt das Risiko, dass sich Kosten im Zusammenhang mit seinen Finanzanlagen negativ auf seinen Anlageerfolg auswirken. Grundsätzlich gilt, dass die Erträge von Finanzinstrumenten erst dann gewinnbringend für den Anleger sind, sobald alle Kosten gedeckt sind. Die Höhe der Kosten beeinflusst damit maßgeblich das Erreichen der Gewinnzone. Sie verringern etwaige Gewinne und erhöhen etwaige Verluste. Kosten können sowohl durch Transaktionen, Depotführung, sonstige Finanzdienstleistungen, sowie Verwaltungsentgelte für Produkte anfallen. Hierbei sind stets die Gesamtkosten über die Gesamtanlagedauer zu beachten.

2.5.6. Risiko durch Inanspruchnahme von Kredit

Der Anleger trägt ein erhöhtes Verlustrisiko, wenn er für den Erwerb von Finanzinstrumenten oder zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Finanzgeschäften Kredit in Anspruch nimmt. In diesem Fall muss der Anleger, wenn sich der Markt entgegen seinen Erwartungen entwickelt, nicht nur den eingetretenen Verlust hinnehmen, sondern auch den Kredit verzinsen und zurückzahlen. Dies kann zu Verlusten in unkalkulierbarer Höhe führen und den Betrag des eingesetzten Kapitals übersteigen. Falls der Anleger die Kreditfinanzierung durch Beleihung seines Anlagedepots herbeiführt, kann es auch bereits sehr kurzfristig passieren, dass bei einer durch die Kursentwicklung bedingten Überschreitung des Beleihungsrahmens weitere Sicherheiten durch die kreditgebende Bank gefordert werden. Falls der Anleger dann nicht in der Lage ist, diese Sicherheiten anderweitig zu beschaffen, kann er zu einem Verkauf der Depotwerte zu einem ungünstigen Moment gezwungen sein.

2.5.7. Keine Risikominimierung durch behördliche Aufsicht

Der Anleger erfährt hinsichtlich seiner Anlagegeschäfte keine Risikominderung dadurch, dass die von ihm beauftragten Finanzdienstleister unter behördlicher Aufsicht stehen.

2.5.8. Technisches Risiko

Der Anleger trägt das Risiko, dass technische Beschränkungen bzw. Unterbrechungen der Systeme und/oder Leitungen wie beispielsweise eine Unterbrechung oder Störung des Telefonnetzes, des Internets und anderer Kommunikationssysteme ihn an einer Auftragsplatzierung hindern und er somit nachteilige Auswirkungen auf seinen Anlageerfolg in Kauf nehmen muss.

3. Risiken im Zusammenhang mit einer Vermögensverwaltung

Risiken für den Anleger resultieren insbesondere aus der Auswahl des für ihn richtigen Partners. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im Bereich Kapitalanlage vielfältige Meinungen und Philosophien vorherrschen, und dass die Gleichschaltung der Interessen von Kunde und Dienstleister teils schwierig ist, da Vermögensverwalter unabhängig oder abhängig als Vertreter einer Bank mit eigenem Produktangebot auftreten können. Auch die sogenannt unabhängigen Vermögensverwalter haben jedoch oft Anreize von Produktherstellern oder Depotbanken, mit denen sie zusammenarbeiten, die zumindest geeignet sind, Kundeninteressen zuwider zu laufen. Weiterhin ist für den Kunden zu berücksichtigen, dass die Kosten für die Inanspruchnahme der Dienstleistung Vermögensverwaltung teilweise sehr stark variieren und dass hierbei nicht nur die direkten Kosten relevant sind, sondern die Gesamtkosten, die der Kunde schließlich tragen muss. Hierzu gehören neben der Vermögensverwaltungsgebühr per se auch Produktkosten, Gebühren der Depotbank für Depotführung und Handel sowie etwaige Zusatzgebühren für eine breite Palette möglicher Extradienstleistungen.

Ganz generell kann es zu fahrlässig oder gar vorsätzlich falschen Entscheidungen kommen, die dem Interesse des Kunden zuwiderlaufen. Eine Garantie auf eine bestimmte Wertentwicklung kann ein Vermögensverwalter auch ohne Pflichtverletzung in keinem Fall geben.

 

Disclaimer

 

Die Inhalte auf dieser Webseite sollen Sie lediglich allgemein über Anlagemöglichkeiten informieren. Die gelisteten Angebote sind zwar anhand Ihrer Angaben im Detail beschrieben, sie berücksichtigen jedoch nicht Ihre tatsächlichen persönlichen Verhältnisse, insbesondere nicht ihre finanzielle Situation. Die beschriebene Anlageform soll keine konkreten Anlageempfehlungen darstellen, sondern lediglich Hinweise auf Anlagemöglichkeiten, an denen Sie interessiert sein könnten, darstellen. Neben den gelisteten Angeboten gibt es ggf. andere Produkte, die für Ihre persönlichen Bedürfnisse besser geeignet sind. Bitte informieren Sie sich vor jeder Anlageentscheidung eingehend über die Funktionsweise des betreffenden Produktes und die damit jeweils verbundenen Chancen und Risiken.

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